7 Schritte, um mit deinem Blog Geld zu verdienen

Treppen steigen

Du willst mit Deinem Blog Geld verdienen, aber hast so viele unbeantwortete Fragen: Ab wann lohnt sich ein Werbeprogramm? Welche Werbung passt zu meinem Blog? Wie binde ich Werbung ein? Und wie beginne ich damit am besten, ohne meine Leser gleich wieder zu verjagen? Wir haben mit dem Berufsblogger Peer Wandiger gesprochen, um Antworten auf alle diese Fragen zu bekommen. Peer ist der Betreiber des erfolgreichen Blogs “Selbstständig im Netz”. Dort schreibt er über seine Erfahrungen als selbstständiger Web-Entwickler und Webseiten-Betreiber und erreicht inzwischen an die 250.000 Leser im Monat.

Kann man mit Bloggen reich werden?

Einen Blog nur deshalb zu starten, um damit reich zu werden, hält Peer für Unsinn: “Man kann das so machen, wenn man von Beginn an professionell arbeitet. Aber um einen Blog groß zu machen, muss man sehr viel Arbeit, Leidenschaft und Durchhaltevermögen reinstecken. Das Ziel, damit Geld zu verdienen, sollte deshalb nicht die Motivation für die Neugründung eines Blogs sein. Das geht meistens schief.” Peer rät Einsteigern, immer im Kopf zu behalten, dass sie mit ihrer Leidenschaft auch Geld verdienen könnten. Einnahmen sollten nur nicht der einzige Grund sein, damit anzufangen.

Ab wann lohnt sich Werbung?

Das sei die häufigste Frage, die er gestellt bekommt, sagt Peer. Aber dafür gäbe es leider kein Patentrezept. Auf den unterschiedlichen Blogs funktionieren unterschiedliche Monetarisierungsprogramme zu unterschiedlichen Zeitpunkten unterschiedlich gut. Sein Tipp ist, nicht zu früh und nicht zu spät mit dem Einbau von Werbung zu beginnen. Die erste Zeit sollte noch werbefrei sein, bis man einige Stammleser gewinnen konnte. Danach kannst du langsam starten und zunächst eher unscheinbare Werbung einbauen. Das schreckt weniger ab und gewöhnt deine Leser an die Werbung. Im weiteren Verlauft solltest du dann immer wieder testen, was für deinen Blog funktioniert und was nicht.

Tipp: Mach dir erst über Werbung Gedanken, wenn du mindestens 1000 Leser pro Monat erreichst.

Welche Werbung passt zu meinem Blog?

Es gibt verschiedene Einnahmequellen für Blogs. PPC (Pay Per Click)-Programme, Affiliate Marketing oder das Veröffentlichen von bezahlten Artikeln ist für den Start am besten. Hier sind einige Vor- und Nachteile der verschiedenen Einnahmequellen im Überblick:

PPCAffiliate Marketingbezahlte Artikel
KurzbeschreibungDer Blogger erhält einen Geldbetrag gutgeschrieben, wenn ein Leser auf eine Werbung geklickt hatDer Blogger erhält einen Geldbetrag gutgeschrieben, wenn ein Leser auf eine Werbung geklickt hat und ein Produkt des Werbepartners kauft.Der Blogger schreibt im Auftrag einer Firma einen Artikel, bspw.: über ein Produkt und erhält dafür Geld
Vorteile-schneller Einbau
-danach keine weitere Pflege mehr nötig
-kann zu Beginn zurückhaltend eingesetzt werden und sich dann steigern (erst Werbelinks, später Banner)
-Einnahmen sind meist deutlich höher als bei PPC
-Man bekommt einen festgelegten Fixpreis ausbezahlt
-Keine Banner, Links ect. nötig
-Für Mischblogs geeignet
Nachteile-ohne Optimierung, sehr geringe Einnahmen
-keinen/wenig Einfluss auf die Werbung
-Beim am häufigsten verwendeten PPC-Programm Google AdSense, ist man von Google abhängig
-stark Themenabhängig-Gefahr der Schleichwerbung (illegal!)
-Gerade zu Beginn eher abschreckend

Wichtig

Achte bei der Auswahl einer Einnahmequelle besonders auf deine Zielgruppe und deine Bloginhalte! Als Faustregel gilt: Wer einen Produktbezug in seinen Inhalten hat (z.B. Mode, Technik), ist häufig mit Affiliate Marketing gut beraten. Wer eher newsbezogen schreibt (z.B. Gaming), hat mit einem PPC-Programm wahrscheinlich mehr Erfolg.

Wer sich schon eine Stammleserschaft aufgebaut hat, kann überlegen ob er auch eigene Produkte anbieten will.  Dieser Weg ist eher nichts für Einsteiger, da man erst über einen langen Zeitraum -teilweise Jahre- Vertrauen beim Leser aufbauen muss, bis er eigene Produkte kauft.

Das Geld kommt nicht von alleine

Das wichtigste, um auch langfristig Einnahmen zu erzielen, ist ständiges Testen und Optimieren. Peer erzählt, dass Blogger oft unterschätzen, wie hoch der Arbeitsaufwand für die Pflege der Werbung ist. Nur eine für die Zielgruppe des Blogs zugeschnittene und der Reichweite des Blogs angepasste Werbung ist auf Dauer rentabel. Peer rät außerdem dazu, mehrere Werbestrategien nebeneinander zu haben. “Nur so kann man das Potenzial ausschöpfen und ist gleichzeitig nicht so abhängig von einzelnen Strategien.”

An dieser Stelle sei aber erwähnt, dass in manchen Fällen auch weniger Werbung die Lösung ist. Wenig, aber zielgerichtete Werbung ist wirksamer als eine Werbeflut. Die kann nämlich selbst Stammleser schneller vergraulen, als du Geldeinnahmen sagen kannst.

Wer mit seinem Blog Geld verdienen möchte sollte nicht von Null auf Hundert einsteigen, sondern zunächst kleine Schritte gehen und sich dann steigern. Ständige Auswertung und Optimierung ist unerlässlich.

Checkliste: In 7 Schritten Geld mit deinem Blog verdienen

  • 1. Schritt: Schreib, was das Zeug hält und gewinne Stammleser. Geld sollte am Anfang noch keine Rolle spielen.

  • 2. Schritt: Ab mindestens 1000 Lesern monatlich kannst du mit Werbung beginnen.

  • 3 Schritt: Entscheide dich für ein Monetarisierungsprogramm.

  • 4. Schritt: Teste und Optimiere deine Strategie. Gebebenfalls musst du deinen Plan ändern.

  • 5. Schritt: Schalte vorsichtig immer mehr Anzeigen, um mehr zu verdienen.

  • 6. Schritt: Setze auf verschiedene Standbeine (also zum Beispiel sowohl PPC als auch Affiliate Marketing), um nicht von einer Werbestrategie abhängig zu sein.

  • 7. Schritt: Werte dauerhaft und zuverlässig die Statistiken aus, um die Werbung auch auf lange Sicht zielgruppengerecht zu gestalten.

Bildquelle: Dan Eckert via CC BY 2.0

1 Antwort
  1. Thomas
    Thomas says:

    Ein sehr informativer Artikel mit ganz wichtigen Informationen. Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass viele das ganze unterschätzen und garnicht wissen, wieviel Arbeit tatsächlich dahinter steckt.

    Antworten

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