So verdienst du Geld mit Affiliate Links

Klar, mit Bloggen lässt sich inzwischen gut Geld verdienen. Nicht umsonst wollen so viele junge Menschen diesen Berufsweg einschlagen. Neben Unternehmenskooperationen sind vor allem Affiliate Links geeignet, um sich etwas Geld dazuzuverdienen. Auch wenn viele Leserzahlen nicht automatisch für einen gelungenen Blog sprechen, bei Affiliate Links ist eine große Reichweite ein Muss. Nur wer viel geklickt wird, bekommt auch viel Geld – vorausgesetzt er weiß wie. Die Bloggerinnen Sarah von Pink Loop und Svenja von Meine Svenja haben ihr Wissen mit uns geteilt.

Was sind Affiliate Links?

Das Prinzip ist einfach. Blogger nutzen Affilite Links um auf einen Produkt zu verweisen. Der Link ist mit einem Code versehen, durch den der Produktanbieter sehen kann, wer durch welchen Link auf sein Produkt geklickt und dieses eventuell gekauft hat. Im Gegenzug erhält der Blogger eine kleine Provision.

Wie funktioniert so ein Link? 

Um einen Link zu generieren, muss man bei einem Anbieter für Affiliate Links angemeldet/registriert sein. Dabei kann man sich entweder bei einem Einzelanbieter, wie Amazon oder Toys“R“US,  anmelden oder man nutzt ein Portal,wie affilinet, das mehrere Anbieter bündelt.  Ist man einmal Affiliate Partner, kann man auf Produktlinks und passende Bilder zugreifen. Klickt der Leser einen Affiliate Link und führt auf der Website des Werbenden eine Aktion durch,  bekommt der Blogger – je nach Bezahlungsmodell – einen gewissen Prozentsatz vom Anbieter.

Welche Bezahlmodelle gibt es?

Bei Pay per Click-Modellen bekommt der Blogger für jeden angeklickten Link eine kleine Provision ausbezahlt. Oft bekommt der Blogger die Provision erst ausgezahlt, wenn der Leser den Link nicht nur anklickt, sondern zudem weitere Aktionen auf der Website des Partners durchführt.

Bei Pay per Buy-Versionen sind die Anteile höher – allerdings erst, wenn der User auch wirklich etwas kauft.

Gibt es dafür unterschiedliche Preismodelle?

Die Provisionshöhe ist abhängig vom Anbieter und verändert sich auch konstant. Wer zum Beispiel Amorelie, einen Sex-Shop verlinkt, bekommt eine Provision von rund 18 Prozent. Das ist natürlich eine Ausnahme. Im Durchschnitt bekommt man zwischen 5 und 10 Prozent des Warenkorbes eines Käufers.

Vor ein paar Jahren habe ich einmal Pay per Click ausprobiert, als ich über einen Jogging-Schuh geschrieben habe und diesen dann per Affiliate Link verlinkt habe. Ich habe innerhalb eines Tages 550 Euro verdient. Ich dachte, ich falle vom Glauben ab und das war ja erst der erste Tag. –  Meine Svenja

Dass man mal so nebenbei 550 Euro verdient, wie in Svenjas Fall, funktioniert heutzutage leider kaum mehr. Schuld daran sind die vielen mobilen Nutzer. Denn statistisch gesehen werden mobil (mit Handy oder Tablett)  weitaus weniger Produkte gekauft als am Desktop. Deswegen sind Mobile Klicks auch nur 25 Prozent eines Desktops Links wert.

Wie gehe ich vor, wenn ich einen Link zu einem Onlineshop setzen möchte?

Zuerst sucht man sich ein geeignetes Partnerprogramm heraus. Welches das ist, findet man meist im Impressum & Co.des jeweiligen Online Shops, unter dem Punkt „Affiliate“ oder „Partnerprogramm“. Das können Anbieter wie Zanox, Affilinet oder Amazon sein. Man meldet sich an, sucht einen Onlineshop heraus und bewirbt sich – das ist mit zwei bis drei Klicks bereits erledigt.

Ist man bei einem Anbieter als Partner eingeloggt, sucht man das Produkt und drückt auf den Button „Link generieren“. An dieser Stelle kann man aussuchen, ob man mit oder ohne Bild verlinken möchte. Im Anschluss kopiert man sich den html Code und fügt ihn in den Artikel ein.

Sollte man mit mehreren Anbietern kooperieren?

Manchmal muss man das sogar, weil die Onlineshops mit denen man arbeiten will, oft in verschiedenen Partnerprogrammen zu finden sind.

Ein Shopping Thema enthält natürlich mehr Produkte, also auch Links, als ein Beitrag über nur ein Produkt.Pink Loop

Direkt beim Unternehmen anfragen lohnt sich. Das Unternehmen hat daran Interesse, weil es keine Prozente mehr an das Partnerprogramm abrdücken muss und zahlt deswegen gerne mal ein bisschen mehr Provsision.

Welche Affiliate Anbieter sollte ich nutzen?

Auch wenn es auf den ersten Blick so scheint – Affiliate Programme mit den höchsten Prozentsätzen sind nicht immer automatisch die profitabelsten. Wichtig ist, das Partner-Programm den Interessen der Leser entsprechend auszuwählen. Wer an Technik interessiert ist, hat sicherlich weniger Lust auf Affiliate Links zu Modeportalen.

Über Google Adsense kann man sehen, welche Werbung gut bei den Lesern ankommt und oft angeklickt wird. Dank dieser Analyse kann man sichergehen, dass die eigenen Affiliate Links in dieses Muster passen. Die Teilnahme an Google Adsense ist kostenlos, nur eine Google Mail Adresse ist nötig.

Sollte man Affiliate Links kennzeichnen?

Transparenz ist wichtig geworden bei Blogs und Magazinen. Da es aber gang und gäbe ist, Affiliate Links zu nutzen, müssen diese nicht besonders gekennzeichnet werden. Im Impressum bzw. Datenschutz sollte es aber vermerkt werden, wenn mit Affiliate Links gearbeitet wird.

Lohnen sich Affiliate Links?

Affiliate Links können sich lohnen – dabei kommt es auch immer auf die eigene Reichweite an. Je mehr Klicks, desto mehr verdient man. Dabei sollte man jedoch aufpassen, nicht zu werblich zu werben. Leser finden es meist unangenehm, wenn Werbung zu offensichtlich ist.

Im Endeffekt muss jeder selbst entscheiden, ob er Werbung einbauen möchte oder nicht. Die Bloggerin Svenja hat Affiliate Links ausprobiert und war überrascht wie schnell man so damit Geld verdienen kann. Ein Fan ist sie trotzdem nicht geworden.

„Meiner Meinung nach sind Affiliate Links für Blogger, die eine große Leserschaft haben und kein Problem damit haben, die Vertriebssau für Unternehmer zu sein“ – Meine Svenja  

© Screenshot affilinet , MeineSvenja, Pink Loop 

Das könnte dich auch interessieren:

,

Wie Hannas Blog erst Aufträge und schließlich den Traum-Job brachte

/
Als Freelancerin hat Hanna nebenbei über Online Marketing gebloggt, um neue Aufträge an Land zu ziehen. Und das war so erfolgreich, dass sie bald keine Zeit mehr dafür hatte.
Florian Beier
,

Du bist die Marke! 5 Tipps zur Selbstvermarktung im Netz

/
Der Berufsfotograf Florian Beier hat sich vor 7 Jahren selbstständig gemacht und nutzt aktiv Social Media. Hier sind 5 Tipps von ihm, wie du dich als Selbstständiger in den sozialen Netzwerken besser präsentierst.

Über „Meine Svenja“:
Auf ihrem Blog „Meine Svenja“ schreibt Svenja Walter über alles, was mit Kochen, Basteln, Feiern und ihren Kindern zu tun hat. Sie schreibt so erfolgreich, dass sie als bester Mutterblog ausgezeichnet wurde. Was viele nicht wissen: Parallel zu ihrem eigenen Blog, bringt sie anderen Menschen bei, wie man gut bloggt.

Über „Pink Loop“:

Pink Loop, aka Sarah Götz ist eigentlich ausgebildete Schneiderin, entschied sich aber irgendwann für den Modejournalismus. Nach einigen Jahren bei Joy und Shape wagte sie den Weg in die Selbstständigkeit und schreibt seit fünf Jahren auf ihrem Blog „Pink Loop“ über Mode und Lifestyle Themen.

0 Antworten

Hinterlassen Sie einen Kommentar

Wollen Sie an der Diskussion teilnehmen?
Feel free to contribute!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.