Hass im Internet: 6 Praxisbeispiele zeigen, wie man mit Trollkommentaren umgeht

Das Internet ist ein gutmütiges Netzwerk. Jeder darf kommunizieren, posten, liken oder kommentieren. Auch wenn dir sonst keiner zuhört – das Internet tut es. Doch diese Freizügigkeit hat auch ihre Schattenseiten. Es wird oft nicht nur diskutiert, sondern gehatet. Menschen schreiben Sachen, die sie im realen Leben nie ihrem Gegenüber ins Gesicht sagen würden. Von den folgenden 6 Artikeln und Videos, die sich teils humorvoll, teils seriös mit Hass im Netz auseinander setzen, kann man so einiges lernen.

Mean Tweets: US-Moderator Jimmy Kimmel kontert mit Humor – die heute Show zieht nach
Jeder zweite Internetnutzer hat bereits einmal Hasskommentare im Netz gelesen, jeder Neunte ist sogar selbst schon einmal Opfer von Hetze im Netz geworden. Besonders anfällig für respektlose und aggressive Kommentare sind Menschen, die in der Öffentlichkeit stehen. Dass man damit am besten mit Humor umgeht, bewies der US Talkshow Host Jimmy Kimmel, indem er in seiner Show Prominente sogenannte “mean tweets” vorlesen ließ. Die sind zwar gemein, aber zum Teil so dumm, dass man nur lachen kann.

Nachdem der Hass im Netz auch offiziell in Deutschland angekommen ist, hat sich auch die heute-show an dieses Format gewagt und stellte ausgewählte Hasskommentare vor. Die ganze Sendung findet Ihr hier.

Autorinnen wehren sich auf Bento.de

Bösartigkeiten im Internet mögen bei Prominenten ja noch halbwegs lustig erscheinen, können im echten Leben aber ganz schön weh tun. Besonders Frauen, die mit ihrer Meinung sehr präsent im Netz sind, werden oft Opfer von Hasskommentaren. Der Spiegel-Ableger Bento hat sechs junge Autorinnen zu ihren Erfahrungen mit Hass im Netz befragt. Ihre Antworten blieben natürlich ebenfalls nicht unkommentiert.

Got me one of those bisexual half-haircuts the kids are doing these days.

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Warum hassen Sie Männer, Laurie Penny?
Die britische Journalistin Laurie Penny lässt sich von Hasskommentaren im Netz nicht abschrecken. Im Gegenteil: Die Feministin sagt ihnen den Kampf an! Sie meint: „Die freie Meinung der Frau ist der Minirock des Internets“. Mit der Zeitung “Der Freitag” hat Laurie Penny ausführlich über Hass im Internet gesprochen. Ihr Tipp: Kommentare retweeten und die Aufmerksamkeit auf die Trolle selbst lenken! Wer mehr über die junge Feministin wissen will, findet ein Porträt über sie in der “Zeit”.

Wie sich Vanessa gegen Trolle wehrte
Nach Ereignissen an Silvester in Köln überschlugen sich die Kommentare dazu in den Sozialen Netzwerken. Auch die Bloggerin Vanessa Vu äußerte ihre Meinung dazu auf Twitter. Das Ergebnis: ein Shitstorm, der über sie hereinbrach. Mehrere hundert Tweets prasselten bei ihr ein. Wie Vanessa mit den Trollen umging, hat sie uns im Interview verraten.

Journalisten und die Fabelwesen des Internets
Lügenpresse, widerliche Gutmenschen, Kriegstreiber – nur ein kleiner Auszug aus dem Wortschatz vieler Internet-Trolle, von denen sich Journalisten regelmäßig beschimpfen lassen müssen. Die faz-Journalistin Andrea Diener hat ihren Kampf mit Kommentaren im Internet aufgeschrieben. Der Artikel “Meine Tage im Hass” zeigt, dass Journalisten heutzutage nicht mehr nur mit der Feder, sondern auch mit dem Hass im Internet umgehen müssen.

Perlen aus Freital
Wie sehen diese fabulösen Internettrolle eigentlich aus, die hinter all den negativen Äußerungen im Netz stecken? Wer das herausfinden will, sollte einen Blick auf die tumblr Seite “Perlen aus Freital” werfen. Dort sammeln unbekannte Aktivisten ausländerfeindliche Kommentare und veröffentlichen diese im Internet – mit dazugehörigen Facebook Profilen der Verfasser.

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2 Antworten
  1. Paul Johanson
    Paul Johanson says:

    Ihr macht Euch lächerlich mit Eurer pro-Regierungs Berichterstattung.
    Eure Kanzlerin, der ihr offenbar gehorsam hinterherlauft, betreibt eine gezielte Detabilisierungspolitik im Auftrage ihrer Chefs in Washington, die Europa als „Rivalen“ sehen. Nur ein Blinder glaubt noch immer an die edlen und humanitären Zwecke dieses Projekts einer illegalen Masseneinwanderung.

    Ach und übrigens, der Begriff „ausländerfeindlich“ interessiert mich nicht, mich interessiert nur der Begrif „menschenfeindlich“.
    Der Begriff „ausländerfeindlich“ ist diskriminerend, er trennt anstatt zu verbinden und er grenzt eine ganze Bevölkerungsgruppe aus – er suggeriert, es gäbe nur Gewalt gegen Ausländer. Eine solche Behauptung ist menschenverachend.

    Diese Menschenverachtung sieht man bereits daran, dass ihr z.b. den feigen Mordversuch an dem wehrlosen Obdachlosen totschweigt, der von sechs kriminellen Syrern angezündet wurde die ihn lebendig verbrennen wollten. Von den zahlreichen weiteren Gewaltverbrechen, Morden und Vergewaltigungen zugewamderter Faschisten gar nicht erst zu reden. Geschichte wiederholt sich, und die Menschen schauen weg – und hinterher wird es wieder heissen „wir hatten von nichts gewusst“.

    Wenn ihr wirklich Journalisten werden wolltet, empfehle ich, kritisch zu überprüfen ob man überhaupt zu unparteiischer Berichterstattung fähig ist.- Da dies bei Euch nicht der Fall ist, solltet ihr den Mut haben Euch einzugestehen, dass für andere Berufe möglicherweise besser geeignet seid.

    Antworten
    • David
      David says:

      Hallo Paul,

      Dein Ärger in allen Ehren, aber wie passt Dein Kommentar inhaltlich zum vorliegenden Artikel?

      1. Was hat der Umgang mit Hasskommentaren mit einer Pro-Regierungs-Berichterstattung zu tun? Das passt nicht zusammen. Und wenn Du hier argumentieren möchtest, dann doch bitte nicht mit einer Tatsachenbehauptung, die endgültig keinen Bezug mehr zum Umgang mit Hasskommentaren hat. Oder kannst Du uns hier aufklären?

      2. Ich nehme an, Dein Exkurs zur Gegenüberstellung von Ausländerfeindlichkeit und Menschenfeindlichkeit bezieht sich auf den Absatz zu „Perlen aus Freital“. Nur geht es in diesem Absatz nicht um eine Begriffsdefinition, sondern um die Charakterisierung der Kommentare, die auf der Seite veröffentlicht werden. Ein kurzer Blick auf den Tumblr-Blog zeigt mir, dass die Motivation hinter den meisten der veröffentlichten Kommentare tatsächlich Ausländerfeindlichkeit ist. Es steht Dir frei, einen Tumblr-Blog zu erstellen, in dem Du allgemein menschenfeindliche Kommentare sammelst. Dass Ausländerfeindlichkeit nicht existieren soll, lässt sich aber nicht dadurch beweisen, dass es allgemeine Menschenfeindlichkeit gibt und Gewalt sich nicht nur gegen Ausländer richtet.

      3. Wo verschweigen wir etwas? Hätten wir nach dem Mordversuch an einem wehrlosen Obdachlosen etwa sofort eine Meldung auf dieser Seite veröffentlichen sollen? Sieh Dich um, der Zweck dieser Seite ist nicht, Kriminalfälle zu dokumentieren.

      4. Danke für den Tipp, wir bemühen uns. Aber auch an der Stelle muss ich Dich enttäuschen: Auf unserer Seite erheben wir nirgends den Anspruch, unparteiisch zu sein. Zumindest nicht in dem Sinne, dass wir unsere Meinung(en) zugunsten bloßer Faktenaufzählungen oder Kopier-Aktionen zurückhalten würden. Die Seite soll ja praktische Tipps vermitteln.

      Zum Schluss noch eine Behauptung und eine Frage: Dass Hasskommentare im Internet existieren, streitest Du wohl nicht ab. Welchen Umgang damit würdest Du Bloggern, YouTubern und einfachen Journalisten empfehlen?

      Viele Grüße
      David

      Antworten

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